Ansprechpartner
Bereitschaftsleitung
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Anika Herrmann
Controlling
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Zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten
Zusätzlich zu den zuvor genannten Ausbildungsmöglichkeiten bestehen im DRK weitere Ausbildungsmodule, die das bereits Erlernte ergänzen oder vertiefen können. Folgend haben wir für Sie eine Übersicht über diese Zusatzausbildungen zusammengefasst, die vom DRK im Rheinisch-Bergischen Kreis, als auch vom Landesverband (LV) Nordrhein ausgebildet werden.
Rettungsdienstausbildung (RH, RS, RA)
Der Rettungshelfer (RH) stellt die erste Stufe im Laufe der Rettungsdienstausbildung dar. Rettungshelfer werden als Fahrer im qualifizierten Krankentransport eingesetzt, sie assistieren dabei dem Rettungssanitäter. Sie verfügen über eine Gesamtausbildungszeit von 160 Std., wovon 80 Std. auf ein Praktikum an einer Lehrrettungswache entfallen. Dieser Ausbildungsschritt kann auch beim Kreisverband im Rheinisch-Bergischen Kreis belegt werden. Der theoretische Ausbildungsteil schließt mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung vor dem zuständigen Gesundheitsamt ab.
Der Rettungssanitäter (RS) ist die zweithöchste Ausbildungsstufe im Nichtärtzlichen-Rettungsdienst. Rettungssanitäter werden als Transportführer im qualifizierten Krankentransport und als Fahrer in der Notfallrettung eingesetzt. In der Notfallrettung unterstützen sie den Rettungsassistenten. Im Krankentransport sind sie für den ordnungsgemäßen Ablauf und für die Betreuung des Patienten während der Fahrt verantwortlich. Rettungssanitäter verfügen über eine 520-stündige Ausbildung, wovon 80 Stunden vertiefende theoretische Ausbildung, 160 Stunden Klinikpraktikum, 80 Stunden Rettungswachenpraktikum und 40 Stunden Abschlusslehrgang sind (die restlichen 160 Stunden stammen aus der Rettungshelferausbildung). Der theoretische Ausbildungsteil schließt mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung vor dem zuständigen Gesundheitsamt ab.
Der Rettungsassistent (RettAss) ist entgegen zu den beiden vorherigen Ausbildungen die einzige berufliche Ausbildung in Deutschland. Sie erstreckt sich über insgesamt zwei Jahre, wovon das erste Jahr maßgeblich die theoretische Ausbildung und das Klinikpraktikum beinhaltet (mindestens 420 UE Theorie und 260 Stunden in einer Klinik). Das zweite Jahr verbringen die angehenden Rettungsassistenten auf einer Rettungswache (mindestens 1600 Stunden). Rettungsassistenten werden als Transportführer in der Notfallrettung und als Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) eingesetzt. Die theoretische Ausbildung inkl. Klinikpraktikum wird mit einer dreitätigen Prüfung, die einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil umfasst, vor dem zuständigen Gesundheitsamt abgeschlossen.
Die Ausbildung beinhaltet einerseits die Themen, die auch in der Sanitätsausbildung gelehrt werden, und andererseits neue Themen wie zum Beispiel: EKG, Rettung aus verunglückten Fahrzeugen, Notfallmedikamente, Defibrilation, Intubation. Je nach Ausbildungsstand werden die Themen entsprechend tief behandelt.
Feldkochausbildung
Die Feldkochausbildung findet im Landesverband Nordrhein statt. Um an diesem Lehrgang teilnehmen zu können, muss zuvor die Fachdienstausbildung zum Verpflegungshelfer erfolgreich absolviert werden. Des weiteren sind als Teilnahmevoraussetzung die Erstunterweisung durch das zuständige Gesundheitsamt nach Infektionsgesetz, die regelmäßige Teilnahme an der Hygieneschulung nach Lebensmittelhygieneverordnung und die jährliche Belehrung nach Infektionsschutzgesetz vor zu weisen.
Der Schwerpunkt innerhalb der Feldkochausbildung ist auf die unterschiedlichen Aufgaben des Feldkochs im Rahmen seiner Tätigkeit innerhalb der Verpflegungsgestellung bei Schadenslagen gerichtet. Der Feldkoch der Zukunft wird in erster Linie ein "Verpflegungslogistiker" sein, der je nach vorhandenen Möglichkeiten die Grundversorgung der Betroffenen mit Nahrung und die Verpflegung der Einsatzkräfte sicherstellen muss. Die dabei zu berücksichtigenden Aspekte werden in der Ausbildung besprochen. Schwerpunktmäßig werden die Aufgaben des Feldkochs, die vorschreibenden Gesetze und Verordnungen, Auswirkungen von Schadesnereignissen auf die Verpflegungseinsätze, Einsatzabläufe, Ernährungslehre, Warenkunde und die Speisenplanung in der Ausbildung behandelt. Da die Ausbildung theoretischer Natur ist, ist es unablässlich, dass die Teilnehmer bereits Erfahrungen in Kocheinsätzen mit bringen.
Die Ausbildung erstreckt sich über zwei Blöcke, mit jeweils zwei Tagen von 9 - 18 Uhr.
Führungskräfteausbildung
Führungskräfte werden in der Einsatzeinheit und damit im Katastrophenschutz eingesetzt. Je nach ihrer Fachdienstausbildung werden die Führungskräfte speziell ausgebildet und dann in ihrer Fachgruppe eingesetzt. Der erste und zweite Ausbildungsschritt sind für jeden Führungskraftanwärter gleich. Im Seminar "Leiten und Führen von Gruppen" lernen die Teilnehmer, Mitarbeiter angemessen und wirkungsvoll zu leiten bzw. zu führen. Im Seminar "Führen im Einsatz I" werden die allgemeinen Grundlagen taktischer Führung behandelt. Die Teilnehmer erwerben die Kenntnisse und Fähigkeiten, eine Teileinheit im Einsatz taktisch effektiv und effizient zu führen. Beim insgesamt dritten Kurs (Führen im Einsatz II - Sanitäts- / Betreuungsdienst, Technik und Sicherheit, Information und Kommunikation) werden hier spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten zur Führung einer Fach(dienst)gruppe vermittelt. Die Ausbildung zum Trupp- / Gruppenführer schließt mit einer praktischen Prüfung ab. "Führen im Einsatz IV" In dem Seminar "Führen im Einsatz III" eignen sich die Teilnehmer ein Grundlagenwissen an und erwerben damit die Voraussetzung zum sachgerechten und verantwortungsvollen Führen einer Einsatzeinheit unter Berücksichtigung der bestehenden Regelungen in Nordrhein-Westfalen. Im letzten Seminar "Führen im Einsatz IV" trainieren die Teilnehmer in einem praxisorientierten
Planspiel die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Einsatzeinheit bei verschiedenen
Lagen effektiv und effizient führen zu können. Ebenso schließt auch die Ausbildung zum Zugführer mit einer Prüfung ab. Wer sich noch weiter bilden möchte, der kann den interdisziplinären Lehrgang "Verbandführer" besuchen. In diesem werden die Auszubildenden dazu befähigt bei größeren Einsätzen eine Einsatzleitung mit anderen Hilfsorganisationen zu übernehmen.
Der Truppführer (TF) wird lediglich im Betreuungsdienst eingesetzt. Hier gibt es den TF Soziale Betreuung / Unterkunft und den TF Verpflegung.
Der Gruppenführer (GF) wird in allen Fachbereichen eingesetzt. Es gibt folglich einen GF Sanitätsdienst, GF Betreuungsdienst und einen GF Technik und Sicherheit.
Der Zugführer (ZF) führt eine Einsatzeinheit mit 33 Kräften, die sich aus drei Fachdienstgruppen und einer Führungsgruppe zusammen setzt.
Der Verbandführer (VF) führt mindestens zwei Einsatzeinheiten, er dient als übergeordnete Ebene beim Einsatz mehrerer Einsatzeinheiten und Zugführer.
Die Ausbildung erstreckt sich für den jeden einzelnen Block über zwei Tage (jeweils von 9 - 18 Uhr). Einzige Ausnahme bildet die Verbandführerausbildung, die sich über insgesamt fünf Tage erstreckt (jeweils von 9 - 18 Uhr).
Leitungskräfteausbildung
Leitungskräfte kommen auf allen Stufen der DRK-Arbeit zum Tragen (Ortsebene - OV, Kreisebene - KV, Landesebene - LV und Bundesebene -BV). Genauer vorgestellt werden hier der Bereitschaftsleiter (BL) auf Ortsebene und der Kreisbereitschaftsleiter (KBL). Der Bereitschaftsleiter organisiert das tägliche Leben in seiner Bereitschaft und ist für sämtliche Abläufe zuständig. Der Kreisbereitschaftsleiter übersteht allen Bereitschaftsleitern in seinem Kreis. Er ist maßgeblich für die Zusammenarbeit aller Gemeinschaften verantwortlich. Die Anforderungen an die ehrenamtlichen Leitungskräfte im Deutschen
Roten Kreuz sind vielschichtig wie die Tätigkeiten des Roten Kreuzes selbst. Für jede Leitungsfunktion ergibt sich ein spezifisches Anforderungs- und damit Kompetenzprofil. Analysiert man die Aufgaben und Anforderungen, die von ehrenamtlichen Leitungskräften gefordert werden, so sind dies grundsätzlich:
• Strategische Kompetenz
• Personale Kompetenz
• Rotkreuzspezifische Kompetenz
• Organisatorische / administrative Kompetenz
• Fachliche Kompetenz
• Soziale Kompetenz
Die Leitungskräfte der Rotkreuz-Gemeinschaften tragen in anderer Form als die Führungskräfte eine große Verantwortung für die Arbeit und Entwicklung der Gruppierungen. Neben Fach- und Methodenkompetenz ist eine ausgeprägte Fähigkeit zum Umgang mit seinen Mitmenschen gefragt. Schließlich gehen in den ehrenamtlichen Gemeinschaften „Bereitschaften, Bergwacht und Wasserwacht“ des Deutschen Roten Kreuzes bundesweit über 270.000 Menschen freiwillig und unentgeltlich ihrer Tätigkeit im Dienst am Mitmenschen nach. Neben den humanitären und sozialen Aufgaben ist es vor allem das kameradschaftliche Miteinander, das die Rotkreuzler als eine Gemeinschaft Gleichgesinnter ausmacht.
Die gesamte Ausbildung für einen Bereitschaftsleiter beträgt 4 mal 2 Tage, je von 9 - 18 Uhr.
Der Suchdienst
Der Suchdienst des DRKs ist ein elementarer Bestandteil der Rot Kreuz-Arbeit, der maßgeblich im Hintergrund von Großschadensereignissen arbeitet.
Die komplette Ausbildung besteht aus fünf Modulen. Modul eins bringt den Teilnehmern die Geschichte, Aufgaben und Strukturen des Suchdienstes und dessen Einbindung in die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bzw. in das Deutsche Rote Kreuz näher. Weiter lernen die Teilnehmer die rechtlichen Grundlagen für den Betrieb des Suchdienstes kennen und werden für den Datenschutz sensibilisiert. Modul zwei dient dem Erwerb von Wissen über die Arbeit in einer Auskunftsstelle. Aus diesem Grund werden hier die Organisation der Personenauskunftsstelle mit Einrichtung und Arbeitsaufläufe, der Alarmierung und Grundsätze des Arbeitsschutzes und -sicherheit unterricht. Die Helfer lernen ferner die Registrierung von Betroffenen und Helfern und die manuelle Datenverarbeitung anhand der Katastrophen-Datei. Modul drei zielt darauf ab die Helfer in dem Umgang mit EDV und der speziellen Suchdienstsoftware zu schulen. Im vorletzten Modul, Modul vier, werden folgende Inhalte vermittelt: Kommunikation mit den Angehörigen in der persönlichen Annahme von Suchanträgen
und am Telefon, Kommunikationsmodelle, Auseinadersetzung mit Gesprächspartnern in Ausnahmesituationen und allgemeine Aspekte im Umgang mit belastenden Ereignissen. Modul fünf dient der Vertiefung und Festigung des angesammelten Wissens durch Anwendung in einem Einsatzszenario.
Pro Modul ist ein Tag als Ausbildungszeit zu veranschlagen. Die genauen Zeiten variieren je nach Modul.







