Sie sind hier: Aktuelles » Bilanz nach Karneval

Bilanz nach Karneval

Einsatzreiches Jahr für die Helfer vom DRK

Karneval ist Hochkonjunktur für das Rote Kreuz, auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. 20 Karnevalszüge und zahlreiche Karnevalssitzungen und -partys zwischen Overath und Leichlingen wurden von den ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfern in diesem Jahr betreut, insgesamt 1.948 Einsatzstunden geleistet.

„Wir stellen zu unserem Erschrecken eine zunehmende Aggression gerade bei jüngeren Karnevalsbesuchern fest“, resümiert DRK-Kreisbereitschaftsleiter Wolfgang Heinke. „Bei den Zügen in Voiswinkel und Bechen sind wir daran leider schon gewöhnt, aber auch in Refrath und Bergisch Gladbach kam es zu unschönen Situationen.“

Die Zahl der Hilfeleistungen hielt sich im Rahmen, auch die Zahl der erforderlichen Rettungswageneinsätze und Patiententransporte ist relativ stabil geblieben. Mit 8 Transporten war der Zug in Bergisch Gladbach Spitzenreiter, vor 6 in Bechen und 5 in Voiswinkel.

„Als besonders problematisch stellt sich für uns immer wieder der teilweise exzessive Alkoholkonsum bei Jugendlichen, teilweise sogar schon bei 12-jährigen Kindern dar“, berichtet Heinke. „Aber auch Erwachsene betrinken sich immer wieder bis zur Besinnungslosigkeit.“ Dabei ist ein Rettungsmitteleinsatz gar nicht billig: Die Krankenkassen holen sich gegebenenfalls die Kosten für den Einsatz von Notarzt und Rettungsdienst in solchen Fällen vom Verursacher zurück – und das sind mehrere hundert Euro.

Ein großer Dank gilt aber auch den Veranstaltern der Karnevalssitzungen, Partys und der Züge: „Wie immer war die Zusammenarbeit hervorragend, und wir sind bei unserer Arbeit sehr unterstützt worden“, lobt Heinke. „Auch die Menschen am Straßenrand zeigen immer wieder ihre Anerkennung für den Einsatz unserer Helferinnen und Helfer, und das motiviert uns natürlich sehr.“

Für die Ehrenamtlichen im DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. geht ein anstrengendes, aber auch interessantes Karnevalswochenende zu Ende. Viele waren seit Weiberfastnacht bis auf einige Nachtstunden durchgehend im Einsatz, manche sind nur bei einzelnen Diensten dabei. „Bei uns hat jede Helferin und jeder Helfer die Möglichkeit, ganz nach den persönlichen zeitlichen Möglichkeiten aktiv mitzuarbeiten“, sagt Kreisbereitschaftsleiter Wolfgang Heinke. „Jede und jeder Aktive ist uns herzlich willkommen!“

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz: Natürlich sind alle Fahrzeuge und Einsatzmittel wieder einsatzbereit gemacht worden – für alles, was da kommen mag.

 

Hier noch ein paar statistische Daten:

Anzahl der betreuten Veranstaltungen im Zeitraum Weiberfastnacht bis Aschermittwoch: 30

Davon 20 Karnevalszüge, dazu diverse Partys und Bälle

 

Eingesetzte Helfer, inklusive Rettungsdienstpersonal und 2 Ärzten (inklusive einer Unterstützung durch die DLRG):

Donnerstag 60

Samstag 136

Sonntag 169

Montag 164

 

Hilfeleistungen insgesamt: 97,

Transporte  ins Krankenhaus durch DRK Rettungsmittel: 29

21. Februar 2012 20:23 Uhr. Alter: 85 Tage